Während der letzten Eiszeit lag der globale Meeresspiegel deutlich tiefer und eine große Landebene verband die maltesische Inselgruppe mit dem Süden von Sicily. Es war keine schmale gebaute Brücke, sondern eine heute überflutete Landschaft.
Das glaziale Maximum
Vor etwa 20.000 bis 24.000 Jahren lag das Meer ungefähr 120 bis 130 Meter unter dem heutigen Niveau. Rekonstruktionen zeigen ein Dutzende Kilometer breites Land zwischen Malta und Sicily sowie eine viel größere Fläche für Malta, Gozo und Comino.
Wie die Verbindung verschwand
Mit der Erwärmung nach dem Maximum ließ Schmelzwasser den Meeresspiegel steigen. Eine Untersuchung der versunkenen Landschaft sieht die Verbindung vor rund 12.900 Jahren weitgehend überflutet. Malta, Gozo und Comino blieben länger vereint, bevor die heutige Form entstand.
Der Vorgang begann im späten Pleistozän und setzte sich im Holozän fort; er gehört nicht vollständig nur ins Holozän.
Tiere und Menschen
Landverbindungen verschiedener Zeiten ermöglichten Tierankünfte, deren Reste etwa in Għar Dalam liegen. Freies Land beweist aber nicht, dass jede Art oder Menschengruppe in jeder Phase querte.
Neue Forschung belegt Jäger und Sammler vor etwa 8.500 Jahren in Malta, als bereits eine beträchtliche Seefahrt aus Sicily nötig war. Die früheste bekannte Besiedlung war kein einfacher Gang über die Eiszeitbrücke.
Von der Vorgeschichte zu späteren Kulturen
Neolithische Bauern kamen später übers Meer. Phönizier, Karthager, Römer, Byzantiner, muslimische und mit Sicily verbundene Mächte gehören viel spätere Zeiten. Malta wurde nicht mit dem Orden 1530 von Sicily unabhängig, sondern 1964 vom Vereinigten Königreich.
Eine Landschaft unter dem Meer
Bathymetrie, Höhlen, Sedimente und alte Küstenmarker rekonstruieren das Gebiet. Es ist kein Atlantis, sondern wissenschaftlich erforschte Paläolandschaft.
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