Malta ist flächenmäßig der kleinste Mitgliedstaat der Europäischen Union, wirkt jedoch uneingeschränkt an ihren Institutionen und politischen Entscheidungen mit. Seine Lage im Zentrum des Mittelmeers bringt eine eigene Perspektive in Fragen zu Mobilität, Handel, Umwelt und den Beziehungen zu Nachbarregionen ein.
Drei entscheidende Daten
- 1. Mai 2004: Malta trat der Europäischen Union bei.
- 21. Dezember 2007: Das Land wurde Teil des Schengen-Raums.
- 1. Januar 2008: Malta führte den Euro ein.
Diese Daten werden mitunter verwechselt, stehen aber für unterschiedliche Schritte: EU-Mitgliedschaft, Teilnahme am Raum ohne Kontrollen an den Binnengrenzen und Verwendung der gemeinsamen Währung.
Institutionen und Vertretung
Malta ist eine parlamentarische Republik mit einem Einkammerparlament. Wie jeder Mitgliedstaat wirkt es im Europäischen Rat und im Rat der EU mit, schlägt eine Person für die Europäische Kommission vor und wählt Abgeordnete ins Europäische Parlament. Ämter und Zusammensetzung ändern sich durch Wahlen; einzelne Politiker sollten daher nicht als dauerhafte Amtsinhaber dargestellt werden.
Was Reisende bemerken
Der Euro erleichtert Besuchern aus dem Euroraum das Bezahlen und den Preisvergleich. Schengen vereinfacht viele Reisen aus anderen teilnehmenden Staaten, dennoch können Polizei und Beförderungsunternehmen gültige Ausweispapiere verlangen. Malta hat zwei Amtssprachen, Maltesisch und Englisch; beide sind EU-Amtssprachen.
Gemeinsames Kulturerbe
Malta besitzt drei Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste: City of Valletta, Ħal Saflieni Hypogeum und Megalithic Temples of Malta. Alle drei wurden erstmals 1980 eingetragen; die serielle Tempelstätte wurde 1992 erweitert.
Praktische Hinweise
Die EU-Mitgliedschaft ersetzt nicht die nationalen Regeln zu Ausweis, Straßenverkehr, Gesundheit oder Aufenthalt. Prüfen Sie vor der Reise das offizielle EU-Länderprofil von Malta und die aktuellen Hinweise für Ihre Staatsangehörigkeit.
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