Der Schiffbruch des Paulus in Malta: Bericht und Tradition

Der Schiffbruch des Paulus in Malta: Bericht und Tradition

Der Schiffbruch des Paulus nimmt in Maltas christlicher Tradition einen zentralen Platz ein. Hauptquelle ist Kapitel 28 der Apostelgeschichte. Es berichtet, wie Paulus und andere Reisende auf dem Gefangenentransport nach Rom eine Insel namens Malta erreichten.


Was der biblische Text erzählt

Nach einem Sturm gelangten alle 276 Menschen an Bord lebend an Land. Die Bewohner entzündeten ein Feuer und nahmen sie auf. Das griechische Wort, das ältere Übersetzungen als „Barbaren“ wiedergeben, bezeichnete Nicht-Griechischsprachige und keine Grausamkeit.

Der Bericht ergänzt, dass eine Viper Paulus ohne Verletzung biss und er den Vater des Publius heilte. Nach drei Monaten setzte die Gruppe die Reise nach Rom fort.


Geschichte, Glaube und Überlieferung

Die Gleichsetzung mit St. Paul’s Bay ist alte Tradition, doch der genaue Unglücksort ist archäologisch nicht belegt. Auch Bekehrung und erstes Bischofsamt des Publius gehören zur späteren kirchlichen Überlieferung, nicht zum ausdrücklichen Detail der Textstelle.


Verbundene Orte

  • St. Paul’s Islands: Inselchen vor St. Paul’s Bay mit einer Apostelstatue, nur bei geeignetem Meer und Dienst erreichbar.
  • St Paul’s Grotto, Rabat: Andachtsort, der traditionell mit Paulus’ Aufenthalt verbunden wird.
  • St Paul’s Shipwreck Church, Valletta: Kirche mit Bezug zum Fest und seinen Reliquien.
  • San Pawl Milqi: römische Stätte, die die Tradition mit Publius verbindet.

Das Fest am 10. Februar

Malta begeht den Schiffbruch am 10. Februar als nationalen Feiertag. Valletta veranstaltet gewöhnlich Gottesdienste und eine Prozession; Zeiten und Strecke sind bei Pfarrei und Behörden zu prüfen.


Mit Kontext besuchen

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