Die Megalithic Temples of Malta sind prähistorische Monumentalbauten des vierten und dritten Jahrtausends v. Chr. Die UNESCO zählt sie zu den ältesten bekannten freistehenden Steinbauten.
Welche Stätten dazugehören
Zum Welterbe gehören Ġgantija in Gozo und in Malta Ħaġar Qim, Mnajdra, Tarxien, Ta’ Ħaġrat und Skorba. Jeder Komplex entwickelte sich eigenständig; sie sind weder identische Kopien noch in einer einzigen Phase entstanden.
Wie sie gebaut wurden
Die Erbauer kannten den lokalen Stein und verwendeten harten Korallenkalk sowie leichter zu bearbeitenden Globigerinenkalk je nach Funktion. Mauern, Höfe und Apsidenräume zeigen Planung und hohe technische Fertigkeit.
Eine prähistorische Transportanleitung gibt es nicht. Rollen, Hebel, Rampen und Gemeinschaftsarbeit sind aus Befunden und Versuchen abgeleitete Hypothesen, keine Gewissheit für jeden Block.
Funktion und Symbolik
Altäre, Ablagen, Skulpturen und Schmuck mit Spiralen, Pflanzen und Tieren deuten auf wichtige Rituale. Ohne Texte der Erbauer kennen wir die Zeremonien nicht genau; nicht jede Figur ist automatisch als „Fruchtbarkeitsgöttin“ zu bezeichnen.
Mnajdra zeigt eine sorgfältige Beziehung zum Sonnenaufgang zu bestimmten Jahreszeiten. Das erlaubt astronomische Ausrichtung in konkreten Fällen, nicht allgemeine Astrologie für sämtliche Tempel.
Das Ende der Tempelzeit
Die Tempelkultur veränderte sich um die Mitte des dritten Jahrtausends v. Chr. grundlegend; die Ursachen bleiben umstritten. Es gibt keine Grundlage dafür, dass alle Bauten absichtlich zerstört wurden, Malta genau ein Jahrhundert leer blieb oder die Tempel Atlantis beweisen.
Besuchstipps
- Verbinden Sie Besucherzentrum und Stätte.
- Berühren oder besteigen Sie keine Blöcke.
- Nehmen Sie Wasser und Sonnenschutz mit; manche Wege haben wenig Schatten.
- Prüfen Sie Zugang und Zeiten bei Heritage Malta.
- Reservieren Sie Ħal Saflieni Hypogeum, ein anderes UNESCO-Gut, sehr früh.
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